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Tornai - Journalist

Date Added: May 30, 2013 08:15:23 PM
Author: Benjamin Wilfried Reisle
Category: Regional: Europe
Die wahre Bedeutung von Karfreitag Claus Tornai http://www.claus-tornai.de Im Religionsunterricht, spaetestens jedoch im Kommunions- oder Konfirmandenunterricht lernen Christen, dass am Karfreitag Jesus quasi stellvertretend fuer ihre Suenden am Kreuz gestorben sei. Damit heben sich Christen gerne von anderen Religionen ab, denn ein Christ muss fuer seine eigene Erloesung vermeintlich nicht viel mehr tun, ausser an Jesus und Gott zu glauben. Laesst sich diese traditionelle Ansicht wirklich mit der Bibel und den Evangelien vereinbaren? Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. (Matth. 7, 21)? Mit diesen Worten sagt Jesus ganz deutlich, dass es mehr als den Glauben allein braucht, naemlich Taten nach dem Willen des Vaters im Himmel. Und in Matthaeus 19,16?19 antwortet Jesus auf die Frage eines reichen Mannes: ?Was soll ich Gutes tun, dass ich das ewige Leben moege haben?? folgendermassen: ?Willst du zum Leben eingehen, so halte die Gebote.? Gottes Wille zeigt sich also in den zehn Geboten und in den weiterfuehrenden Aussagen Jesu zur Lebensfuehrung. Zudem muessen wir die Zehn Gebote auch in ihrem wirklichen Sinne erfassen. Wenn wir zum Beispiel hoeren: ?Du sollst nicht toeten?, dann werden die meisten von uns sagen, ermorden werden wir selbstverstaendlich niemanden. Aber toeten kann zum Beispiel auch das Toeten von Hoffnungen oder von Liebe bedeuten. Es ist eine viel breitere Sichtweise noetig, als wir bislang oft dachten. Schauen wir einige weitere Bibelstellen an: Im bekannten ?Vaterunser?, nachzulesen in Matthaeus 6, 12, bitten wir: ?Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.? Voraussetzung fuer die Vergebung ist auch hier ein eigenes entsprechendes Verhalten, denn die Worte bedeuten sinngemaess: Vergib uns unsere Schuld, so wie auch wir denen vergeben, die an uns Unrecht taten. Auch in dem Gleichnis von den Weingaertnern in Matthaeus 21,33?44 werden wir fuendig, wo Gott in der Person des Weinbergbesitzers sagt: ?Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.? Dies widerspricht entschieden der Auffassung, Gott haette ein Suehneopfer fuer die Menschheit geplant. Und als Warnung an das Volk Israel und die Pharisaeer und Schriftgelehrten (in diesem Gleichnis die ?Winzer?), nach den Propheten (den ?Knechten?) auch noch den Sohn umzubringen, dient der Schlusssatz des Gleichnisses: ? Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Fruechte bringt. Claus Tornai.
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